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Vorhersagen zum Stromverbrauch

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08.08.2012
Stephan Hutterer gewinnt Wettbewerb zur Stromverbrauchs-Prognose
Die Entwicklung besonders präziser Stromverbrauchs-Prognosen war Ziel eines internationalen Wettbewerbs auf dem Kongress "Genetic and Evolutionary Computation Conference (GECCO)", der im Juli 2012 in Philadelphia (USA) stattfand. Rund 500 Teilnehmer trafen sich auf der Tagung. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von einem Wissenschaftlerteam unter Federführung von Dipl.-Inform. Martina Friese, Dipl.-Inform. Oliver Flasch und Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein vom Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln.

Vorhersagen für den Stromverbrauch durch "smart metering"
Bei der "GECCO 2012 Industrial Challenge" waren Teilnehmer aus der ganzen Welt aufgerufen, Systeme zu entwickeln, die auf der Basis von "smart metering" möglichst genaue Vorhersagen für den Stromverbrauch eines Unternehmens oder auch eines privaten Haushalts erlauben. Unter "smart metering" versteht man dabei die regelmäßige oder kontinuierliche Messung von Stromverbräuchen über kleine Computer, die im Sicherungskasten stecken und die Verbräuche einzelner Elektrogeräte aufzeichnen. "smart metering" kann zum Beispiel zeigen, wie viel Strom ein Herd in einem Haushalt an einem Tag oder in einem Monat zu welchen Tageszeiten verbraucht, wo also Verbrauchsspitzen liegen.

Gm Gruppe 400

(v.l.n.r.) Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein, Organisatorin Martina Friese (beide Fachhochschule Köln, Campus Gummersbach), Preisträger Stephan Hutterer, Jens Neuhalfen (Sponsor Greenpocket). Foto: Manfred Stern / Fachhochschule Köln

Ehrung für Stephan Hutterer
Im Rahmen der Konferenz wurde der Sieger des Wettbewerbs, der Doktorand Stephan Hutterer von der FH Oberösterreich, verkündet. Bei der Preisverleihung stellte Stephan Hutterer seine Arbeitsgruppe und das entwickelte Verfahren vor, mit dem er den Wettbewerb gewann. Seine Aufgabe lautete, die Stromverbräuche für eine Bäckereikette möglichst präzise vorherzusagen. Dazu stand ihm eine Sammlung von mehr als 10.000 Daten zur Verfügung, nämlich die viertelstündlichen Verbrauchsmessungen aus drei Monaten.

Kölner Unternehmen sponsert den Wettbewerb
Der von Stephan Hutterer verwendete Algorithmus wäre auch für andere Prognose-Aufgaben zu verwenden, deshalb will die Firma Greenpocket mit ihm kooperieren. Das bestätigte der technische Leiter Jens Neuhalfen. Das Kölner Unternehmen hatte sowohl die Daten als auch die Problemstellung des Wettbewerbs geliefert und den Preis für den ersten Platz, ein iPad, gesponsert. Greenpocket wurde 2009 gegründet und ist inzwischen Deutschlands führender Anbieter für verbraucherorientierte "smart energy"-software. Das Unternehmen ermöglicht Energieanbietern, die Energieeffizienz ihrer Kunden deutlich zu steigern.

Forschungsschwerpunkt "Computational Intelligence"
Der Wettbewerb auf der GECCO-Konferenz ist eines der zahlreichen Projekte des Forschungsschwerpunktes "CI plus" der Fachhochschule Köln. "CI" steht für "Computational Intelligence" und damit für Systeme, die von Ideen aus der Natur inspiriert wurden. So entstanden u.a. "Ameisenalgorithmen", Evolutionsstrategien oder neuronale Netze. Diese Verfahren werden beispielsweise zur Optimierung technischer Anlagen, dem Design von Flugzeugtragflächen oder zur Untersuchung großer Datenmengen (Data Mining, Prognoseverfahren) eingesetzt.

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